BEDEUTSAME QUELLEN DES SELBST. ÜBER IDENTITÄTSBEZÜGE IN DER ARBEITSWELT.

Peter Frenzel

Kommst du vom Vorgesetzten,
überprüfe deine Identität.
(Wieslaw Brudzinski)

Was bin ich?“ – so lautete die mit Robert Lembke in 337 Folgen ausgestrahlte Quiz-sendung im deutschen Fernsehen (1955 bis 1989). Dabei war einem Panel von vier Personen die Aufgabe gegeben mittels Fragen, die nur mit Ja oder Nein zu beantworten waren, herauszufinden, welchen Beruf eine eingeladene Person ausübte. Wer die Person war, wurde also mit dem Beruf gleichgesetzt. „Ich bin Kaufmann“, „Ich bin Psychologin“, „Ich war bis vor kurzem Abteilungsleiter in einem Industrie-betrieb“ und so weiter, derartige Selbstbeschreibungen finden sich oft in Situationen, in denen sich Menschen miteinander bekannt machen. Schon in dieser Beobachtung schimmert ein Spezifikum gegenwärtiger Kultur durch: Unsere berufliche Tätigkeit geht mitten durch unsere bio-psycho-soziale Identität. Im Erwachsenenalter wird die eigene Lebensführung besonders stark durch die jeweilige Integration in spezifische Arbeitsverhältnisse bestimmt. Zumindest in unserer Außendarstellung sind wir weitreichend arbeitsweltlich verfasst.

Was versteht man unter Identität? … Gesamter Text als PDF >

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